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In dieser Rubrik sind die wichtigsten Notfallinstitutionen
übersichtlich gesammelt und beschrieben: Wer ist wofür
zuständig, wann solltest du dort anrufen, was erwartet
dich dort ungefähr. Diese Angebote sind dafür da,
genutzt zu werden. Nicht nur „im allerletzten Moment“.
Wenn du merkst, dass du nicht mehr weiterweißt,
dass du Angst hast nach einer Erfahrung, dich in
einer gefährlichen Beziehung befindest oder in
einer Situation feststeckst, aus der du allein
nicht herauskommst: Nutze diese Stellen.
Sie sind dafür da, genau dann für dich da zu sein.
Mein aufrichtigste Wunsch ist, dass niemand von euch
jemals in eine Lage kommt, in der diese Informationen
gebraucht werden. Aber Wunschdenken ersetzt keine
Vorsorge. „Besser wissen als nicht wissen“ bedeutet:
Du kennst deine Optionen, bevor es kritisch wird.
Du weißt, wohin du dich wenden kannst. Oder wohin
du jemanden aus deinem Umfeld hinbegleiten kannst,
wenn du siehst, dass es ernst wird.
Wissen kann im Notfall den entscheidenden Unterschied
machen. Hier kannst du die Notfallliste Downloaden.
In diesem Sinne |
Diese Rubrik ist mir besonders wichtig.
Lies diese Rubrik nicht aus Panik, sondern aus Verantwortung.
Für dich selbst und für die Menschen, mit denen du spielst,
lebst und vertraust.Jeder Mensch kann in eine Situation geraten,
aus der er allein kaum oder gar nicht mehr herausfindet.
Das gilt im Alltag und ganz besonders in einer Welt,
in der mit Macht, Schmerz, Kontrolle und tiefem Vertrauen
gearbeitet wird wie im BDSM. Niemand ist davor geschützt,
dass etwas kippt: eine Situation, eine Beziehung, eine Session,
die eigene psychische Stabilität. Genau für solche Momente
gibt es Notfallstellen, die dafür ausgebildet sind, schnell
und professionell zu helfen.
Viele kennen vor allem die Klassiker: Polizei, Notarzt,
Feuerwehr. Diese Stellen sind wichtig und stehen jederzeit
zur Verfügung, wenn es akut brennt. Körperlich oder
unmittelbar lebensbedrohlich. Aber damit endet das Netz
an Unterstützung nicht. Es gibt Krisendienste,
die Telefonseelsorge, psychosoziale Beratungsstellen,
Frauenhäuser, queere Anlaufstellen, Hilfsangebote bei
häuslicher oder sexualisierter Gewalt (Weisser Ring)
und spezielle Krisennummern für Menschen, die psychisch
am Limit sind. Oder für Jugendliche die BDSM erleben
und dort Probleme haben hilft der smjg Verein.
Gerade für uns als BDSM-Community ist es entscheidend
zu wissen: Wenn eine Dynamik aus dem Ruder läuft,
wenn „Kink“ zur Entgleisung wird oder wenn alte
Traumata aufbrechen, bist du damit nicht allein
und nicht „selber schuld“. Es gibt Hilfe, auch
außerhalb der Szene.
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